Gefühlswirrwarr.
Ein großes Durcheinander.
Ein riesiges Chaos.
Ich weiß nicht, wohin mit meinen
Gedanken.
Ein riesiger Knoten aus Gefühlen und
Fragen.
Ein Rätsel, was gelöst werden muss.
Doch wo fängt man an?
Zieht man an einem Strang, kann man
diesen ein Stück weit befreien.
Doch der Rest wird nur noch enger
verknotet und komplizierter.
Und wo ich mich so durch meine Gedanken
und Gefühle wühle, merke ich: Es fehlt etwas. Etwas, von dem ich
dachte, dass ich es bereits gefunden hätte, doch dem ist nicht so.
Etwas, dass eigentlich notwendig für mein Leben ist, was ich schon
immer brauchte und kurzzeitig hatte. Es fehlt und hinterlässt ein
Loch.
Ich will es nicht fühlen.
Ich darf es nicht fühlen!
Wieso kommt es ab und zu wieder
hoch?
Ich verdränge es so sehr und rede mir ein, dass da nichts
ist, dass ich mir das nur einbilde.
Aber wieso sollte ich so viele
innerliche Gefühlsausbrüche deswegen haben, wenn da „nichts ist“?
Es ist so kompliziert.
Warum tue ich mir das eigentlich
an?
Ich will es jemandem erzählen.
Doch niemand würde es verstehen.
Ich habe zu wenig Worte, um genau zu
beschreiben, was ich fühle, damit es jemand anders auch versteht.
Ich kann das nicht.
Ich muss damit irgendwie selbst fertig
werden.
Manchmal geht es, manchmal denk ich
einfach gar nicht daran und vergesse es.
Doch in manchen Momenten denke ich zu
viel nach.
Und in diesen Momenten schleudern meine
Gefühle und Gedanken in meinem Kopf durcheinander und ich weiß
nicht mehr weiter.
So wie jetzt.
Was soll ich tun?
Wenn es doch keine Lösung gibt?
Wo
liegt überhaupt genau das Problem?
Das Ganze ist so kompliziert,
dass ich selbst schon gar nicht mehr durchblicke.
Und wenn ich es nicht verstehe, wer
dann?
Und wie sollte mir dann dabei geholfen
werden können?
Diese Mischung der Gefühle macht es nicht
einfacher.
Liebe, Hass, Eifersucht, Neid, Trauer,
Freude, Glück, Wut.
Diese Worte beschreibend nicht
annähernd meine Gefühlswelt.
Und doch sind sie alle zu einem
gewissen Grad vertreten.
Ich weiß gar nicht, wie ich das alles
beschreiben soll.
Es ist einfach viel zu viel, um es
einfach in Worte zu fassen.
Mir bleibt nur das hier.
Und es reicht nicht aus.
Ich will mich wem anvertrauen.
Irgendwem.
Jemandem, der niemandem etwas erzählt.
Und mich vielleicht sogar versteht.
Obwohl das vielleicht ein wenig zu viel
verlangt ist.
Doch wer?
Ich suche und suche, doch
finde ich diese Person nicht.
Die mich gut genug kennt.
Vor der es mir nicht unangenehm ist,
irgendwas zuzugeben.
Die mir zuhört.
Die für mich da ist, egal, was ist.
Die sich nicht angegriffen oder
verletzt fühlt, wenn ich ihr was erzähle.
Die manchmal auch einfach nur da ist,
wenn es mir schlecht geht.
Ohne, dass ich irgendwas sagen oder
erzählen muss.
Und so sitze ich hier.
Verzweifelt suchend.
Ohne etwas zu finden.
Hoffnungslos.