January 25, 2016

Etwas fehlt

Es ist mir egal
Du bist mir egal.
Mir ist alles egal.
Die Welt zieht an mir vorüber.
Das Leben auch.
Ich schaue ihm hinterher.
Damals.
Da gab es den einen oder anderen schönen Moment.
Ich sehe ihnen hinterher.
Sie sind vorbei.
Zählen nicht mehr.
Wofür auch?
Was bringt es mir?
Es ist vorbei.
Ich musste lernen, damit zu leben.
Und das habe ich.
Es ist mir so egal.
Du bist mir egal.
Einfach raus aus meinem Leben.
Für immer.
Und doch fühle ich mich so leer.
Etwas fehlt.
Immer noch.
Oder wieder?
Ich weiß es nicht.
Es fehlt.
Es fehlt und lässt einen leeren Fleck in meinem Herzen.
Ich weiß, was es ist.
Und ich will es nicht wahrhaben.
Ich will es nicht einsehen.
Ich will es nicht.
Ich kann es nicht.
Es würde alles zerstören.
Und auch, wenn es mich auffrisst.
Ich kann so etwas wichtiges nicht zerstören.

Wellen

Wellen.
Sie sind wie das Leben.
Sie kommen und gehen.
Sie bauen sich auf und werden kleiner, bis sie am Ende ganz verschwinden und eine neue Welle entsteht.
Oder sie gelangen ans Ufer und brechen. Fallen sanft in sich zusammen.
Oder stoßen auf Hindernisse. Eine Steilküste, ein Fels in der Brandung. Sie rasen darauf zu, schlagen mit voller Wucht dagegen und zerspringen. So weit, wie Wasser eben zerspringen kann.
Manchmal holt eine Welle eine andere ein und überwältigt diese. Oder sie fügen sich zu einer zusammen.
Und dann sind da noch die Surfer und Jetski-Fahrer. Sie fahren über das Wasser ohne Rücksicht darauf, dass sie die Wellen beschädigen oder zerbrechen können.

Scherben unserer Zeit

Ich laufe durch die Straßen
Und alles zieht an mir vorbei
Ich habe das Gefühl, du stehst hinter mir
Doch da war nichts mehr von dir

Ich wünscht, du wärst noch bei mir
Ich wünscht, ich könnt in deine Augen seh'n
Erinn're mich an alte Zeiten
Und die Gegenwart bleibt stehen

Ich wollte wieder bei dir sein
Doch du bist fort und mir wird klar
Die Entfernung zwischen uns
ist lange nicht mehr wie sie einmal war

Ich wünscht, du wärst noch bei mir
Ich wünscht, ich könnt in deine Augen seh'n
Erinn're mich an alte Zeiten
Und die Gegenwart bleibt stehen

Mein Inneres zerbricht in kleine Stücke
Jedes einzelne dieser Teile
Erzählt eine Geschichte

Ich wünscht, du wärst noch bei mir
Ich wünscht, ich könnt in deine Augen seh'n
Erinn're mich an alte Zeiten
Und die Gegenwart bleibt stehen

Schwelge in Erinnerungen und denke an dich
Flüstere deinen Namen in die Nacht, hörst du mich?
Schaue in die Sterne, stehe neben mir
Und irgendwann bin ich bei dir

March 4, 2015

Weißt du weiter?

Fühlst du, was ich fühle?
Schreist du und weinst du?
Liegst du zusammengekauert in der Ecke?
Weißt du weiter?


„Pass auf, was du tust“, sagen sie
„Lass es“, sagen sie
„Und komm mit„
„Wir wissen, du willst es“, sagen sie
„Doch es ist nicht gut für dich
Mach einen Schritt“

„Überwind' dich und versuch's
Und bei allem, was du tust, ich bin da“

Ich weiß, ich sollte nicht
Doch ich weiß, ich kann nicht
Schmerz schlägt Vernunft
Die sagt: Denk an die Zukunft
Ist es falsch, ist es richtig?
Ich weiß es doch selbst nicht
Mach nur, dass es verschwindet

„Leb deinen Traum“, sagen sie
„Kämpf“, sagen sie
„Versuch es“
„Stell dir vor die Szenerie
Sammle Kraft und Energie
Versuch es“

„Ich weiß, du möchtest doch da hin
Ich unterstütze dich, ich bin bei dir“

Ich weiß, ich sollte nicht
Doch ich weiß, ich kann nicht
Schmerz schlägt Vernunft
Die sagt: Denk an die Zukunft
Ist es falsch, ist es richtig?
Ich weiß es doch selbst nicht
Mach nur, dass es verschwindet

Regen nimmt das Sonnenlicht
Heftig weht der Wind
Der Halt gerät außer Sicht
Stehe dort, wie ein verlorenes Kind

Ich weiß, ich sollte nicht
Doch ich weiß, ich kann nicht
Schmerz schlägt Vernunft
Die sagt: Denk an die Zukunft
Ist es falsch, ist es richtig?
Ich weiß es doch selbst nicht
Mach nur, dass es verschwindet

Alles, was du sagst
Ist nur, was mich betrifft
Laute Worte
Wie ein Schlag, der mich trifft
Denn ich fühle
Ich fühle
Und es fühlt sich so an

March 2, 2015

Zumindest fühlt es sich so an

Ich mache alles falsch.
Wie immer.
Immer mache ich alles falsch.
Zumindest fühlt es sich so an.
Mir hängt nur Gemecker in den Ohren.
Urteilende Worte.
Warnungen.
Befehle.
Werde unter Druck gesetzt.
Oft.
Immer.
Zumindest fühlt es sich so an.
Manche meinen es gut, manche denken sich gar nichts dabei.
Und die, die es gut meinen, merken es meist nicht.
Setzen mich unbewusst unter Druck.
Und dann weine ich.
Dann liege ich da.
Und die Tränen laufen meine Wange hinunter.
Wie so oft.
Wie immer.
Zumindest fühlt es sich so an.

Ich weiß selbst, dass das nicht richtig ist.
Ich weiß selbst, ich sollte das nicht tun.
Ich weiß selbst, ich sollte damit aufhören.
Doch der Schmerz schlägt meiner Vernunft in die Fresse.
Ich kann nicht.
Ich kann nicht mehr.
Generell nicht mehr.
Zumindest fühlt es sich so an.